DOOH mit einem furiosen Jahresstart: Brutto-Spendings + 46 Prozent!

von Peter Herbrand

Bildquelle: Wall AG

Digitale Out-of-Home hat einen höchst erfolgreichen Jahresstart hingelegt: Im ersten Quartal treibt DOOH mit einem Plus von 46 Prozent bei den Bruttowerbeausgaben zum Vergleichszeitraum 2016 die gesamte Branche an.

Insgesamt setzte die Außenwerbung in den ersten drei Monaten des Jahres 433 Millionen Euro brutto um. Das ergibt insgesamt ein Plus von 4,5 Prozent zum Vorjahr. Allerdings verteilen sich die Budgets unterschiedlich: Während Digital Out-of-Home deutlich Anteile hinzugewann, verloren die klassischen OOH-Medien 4 Prozent zum Vergleichszeitraum.

Außenwerbung legt mit einem Plus von 4,5 Prozent gegenüber anderen Medien überdurchschnittlich zu

Das Performance Management Unternehmen Nielsen erhebt die Leistungsdaten aller Mediengattungen. Demnach ist der Gesamtwerbemarkt im ersten Quartal um durchschnittlich 2,1 Prozent gewachsen. Rund 7,2 Milliarden Euro brutto wurden in den ersten drei Monaten des Jahres in Werbung investiert.

Die Außenwerbung konnte mit ihrem Plus von 4,5 Prozent somit überdurchschnittlich zulegen. Anders sieht das bei sämtlichen Printmedien aus: Tageszeitungen, Publikums- und Fachzeitschriften beklagen weiterhin rückläufige Buchungen der Werbeplätze. Fernsehen, Online, Radio sowie Kino konnten hingegen zulegen.

DOOH erobert gattungsintern weitere Marktanteile und fährt mittlerweile rund ein Viertel des Bruttoumsatzes ein

Zurück zu den digitalen Geschwistern der klassischen OOH-Medien: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten sie ihre Performance gattungsintern von 16 auf 23 Prozent steigern. Im Klartext heißt das: In einigen Monaten könnte Digital Out-of-Home rund ein Viertel aller Brutto-Spendings der Außenwerbung einfahren.

Schon heute, so ergab eine Nielsen-Spezialauswertung im Auftrag des Digital Media Institutes (DMI), in dem planus Mitglied ist, führt DOOH gegenüber der klassischen Außenwerbung in einzelnen Teilsegmenten:

Transportmedien. Während die gebuchten Werbeflächen der analogen Transportmedien 17,4 Millionen Euro brutto im ersten Quartal 2017 einbrachten, waren das bei den digitalen Transportmedien bereits 24,2 Millionen Euro.

PoS-Medien. Hier wird der Unterschied im ersten Quartal noch deutlicher. Während die Kunden 20,3 Millionen Euro brutto in die analogen PoS-Medien investierten, konnten die digitalen Kollegen im selben Zeitraum bereits 61,8 Millionen Euro brutto einfahren.

Einer der Gründe für den Erfolg: Erstmals meldeten auch kleinere Netzwerke DOOH-Buchungen an Nielsen

Die Daten zeigen sehr deutlich, dass sich das junge Medium DOOH mit seinen zweistelligen Zuwächsen prächtig entwickelt – allerdings müssen die aktuellen Zahlen in den korrekten Zusammenhang gesetzt werden: So meldeten erstmals nicht nur die großen Außenwerber Ströer und Wall Decaux ihre Zahlen, sondern auch kleinere Netzwerke, die sich im Rahmen einer DMI-Initiative zu einer Teilnahme entschlossen haben. Das bedeutet: Ein (kleiner) Teil des Zuwachses gründet auf den hinzugekommenen Meldungen.

Wir informieren an dieser Stelle – in gewohnter Art und Weise –, wie sich die Außenwerbung und das Medium Digital Out-of-Home weiterentwickeln.

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