Out-of-Home goes Mobile: Die App Shazam erkennt jetzt auch Motive und Marken

von Guido Bliss

Plakatkampagnen, die sich auf das Smartphone verlängern lassen. Richtig, die gibt es dank Beacons und QR-Codes schon länger. Mit den Neuerungen in der bekannten Smartphone-App Shazam bekommen Werbungtreibende jetzt aber neue (AR-)Möglichkeiten geboten, die insbesondere aufgrund der weiten Verbreitung dieser App interessant sein dürften.

Hintergrund, Anwendungsgebiete und Cases liefert dieser Beitrag.

Shazam Codes sollen durch die Verbindung mit AR für mehr Interaktion sorgen

Bildquelle: Georg Scheu, Yoc CEE Austria

Shazam – ist das nicht diese Suchmaschine für Ohrwürmer? Doch!

Die App analysiert Audio-Sequenzen und erkennt so in wenigen Sekunden Songs und Musikstücke. Der Nutzer muss lediglich sein Smartphone in die Nähe der Audioquelle halten.

Allerdings kann die seit 2015 von Ströer vermarktete App noch mehr. Mit der Version 7.5.0 für Android führte sie die sogenannten „Shazam Codes“ ein. Sie sollen mehr Interaktion zwischen App, Smartphone und Umgebung ermöglichen.

Die Codes können dafür auf Produkten, Zeitschriften und Plakaten platziert werden. Die User scannen das jeweilige Objekt inklusive Code (im Unterschied zu Beacons und QR-Codes müssen sie dafür nicht direkt vor dem Objekt stehen) und gelangen so zu interaktiven Werbebotschaften bzw. Augmented-Reality-Inhalten. Das können sowohl spezielle Produktpräsentationen auf Landingpages sein als auch 3D-Clips, Mini-Games oder 360-Grad-Videos.

Anwendungsbeispiele deutscher Kampagnen

Die Nürnberger Versicherung und die Automarke BMW haben die Kombination aus OOH und Shazam Code bereits umgesetzt:

  • So warb BMW auf City-Light-Postern (CLP) (Link) für seinen neuen X3. Die Plakate zeigten allerdings nicht nur ein Bild des Fahrzeugs, sondern auch den Shazam Code. Dieser führte die User zu einer speziellen Landingpage, auf der sie weiterführende Informationen vorfanden und eine Probefahrt vereinbaren konnten.
  • Die Nürnberger Versicherung testet die neue Kombination ebenfalls. Auf den Plakaten der aktuellen Kampagne bildet sie Kundenberater ab, die von ihren jeweiligen Hobbys erzählen – vom Fußballspielen bis zum Harley fahren. Nutzer, die das Plakat mit der App scannen, können mit dem jeweiligen Mitarbeiter direkt in Kontakt treten.

Wird Shazam der Game-Changer bei der Verlängerung von OOH auf Mobile?

Wie bereits erwähnt: Sowohl der Wunsch von Werbungtreibenden, ihre Plakatkampagnen mit dem Smartphone zu verbinden, als auch die technischen Möglichkeiten dazu sind schon seit einigen Jahren gegeben.

Mit Shazam betritt nun aber ein Player das Spielfeld, der eine attraktive Kombination aus Verbreitung und einfacher Anwendung liefert – und somit zum Game Changer werden könnte: Keine App aus Europa ist so erfolgreich. Pro Tag nutzen 20 Millionen User die Anwendung weltweilt. Rund eine Milliarde Mal wurde sie aus den verschiedenen App-Stores bereits heruntergeladen. Das sind Argumente, die vor dem Hintergrund anderer technischer Lösungen zum Alleinstellungsmerkmal werden.

Wir behalten im Blick, wie sich die App zukünftig entwickelt und berichten, wenn es Neuigkeiten gibt, die Werbungtreibende für sich nutzen können.

Zurück

planus Newsletter

Regelmäßig (aber nicht häufiger als 1 x im Monat) News und Trends zu Geomarketing und regionalen Medien bequem ins Postfach: Melden Sie sich hier für den planus-Newsletter an und sichern Sie sich Ihren ganz persönlichen Wissensvorsprung.