10 Jahre planus – oder: Unter Glockengeläut von der Garagenfirma ins Gerling-Quartier

von Udo Raschendorfer

Es war einmal – so können auch wahre Geschichten beginnen!

Es war einmal vor zehn Jahren, dass planus media mit sieben Mitarbeitern in einem Mini-Büro in Köln-Gremberghoven als Spezialmittler an den Start ging. Damals eine „Garagenfirma“, heute wohl eher Start-up in einem saturierten Markt. Die Anfänge waren so einfach, klein und bescheiden, dass sich die Teammitglieder nie gemeinsam in der Kaffeeküche treffen konnten, um zu schnacken. Dafür waren die Räumlichkeiten zu winzig, es passte jeweils nur eine Person in die Küche. Aber seitdem hat sich einiges getan, die Menschen und das Unternehmen sind an ihren Aufgaben gewachsen. Ein persönlicher Rückblick.

Was am 4. Oktober 2006 als OOH-Spezialmittler begann, wandelte sich über die Jahre zu einer Agentur für Geomarketing und regionale Medien. Nach bescheidenen Anfängen erwirtschaften wir heute ein Billing-Volumen von 150 Millionen Euro (in 2015) und arbeiten voller Stolz für treue, langjährige Kunden wie Mediaplus, Arvato, Media + More, SPD, FOM, BZgA, WDR oder die Radeberger Gruppe - um nur einige zu nennen.

Das Logo trägt – demokratisch gewählt – das „kölsche“ rot

Der Reihe nach: Offiziell gegründet wurde planus media am 18. August 2006. Zwei Monate später bezogen wir dann die Keimzelle (viel größer waren die drei Räume wirklich nicht) des Erfolgs in Gremberghoven. Seien wir mal ehrlich: Ein komplett besetzter Markt hat nicht unbedingt händeringend auf uns gewartet – kurz: einen weiteren Spezialmittler brauchte niemand.

Aber das ignorierten wir und suchten lieber Logo und Hausfarbe für den unverwechselbaren Auftritt des Unternehmens. Nach längerer Diskussion einigte sich die Geschäftsführung auf ein blaues Firmenzeichen. Das war den Mitarbeiten aber so dermaßen unverwechselbar, dass sie ihre Kölner Seele darin nicht wiederfanden. Also stimmten wir demokratisch ab. Mit dem Ergebnis, dass unser Logo immer auch ein Zeichen für unsere Herkunft darstellen soll. Seitdem ist das „kölsche“ Rot nicht mehr wegzudenken. Gut so! Und das sage ich als Hesse.

Das "runde" Logo musste 2014 einem modernen, eckigen Design weichen. Geblieben ist das kölsche Rot - ganz im Sinne der Mitarbeiter.

Gabor war der erste Kunde, Alice ließ in der Folge die Glocken läuten…

Ebenso wie seine erste Liebe vergisst man wohl auch nie seinen ersten Kunden. Für planus war das die Rosenheimer Schuhmarke Gabor, für die wir noch immer tätig sind. Weshalb ich das erwähne? Mit diesem ersten Auftrag entwickelte sich parallel eine Tradition, die wir auch heute noch pflegen. Denn den Auftragseingang kommunizierten wir intern mit dem Läuten einer kleinen Kuhglocke. Da planus in der Folge immer größer wurde, musste auch die Glocke wachsen, damit alle die frohe Botschaft sofort mitbekamen. Also machten sich die Kolleginnen und Kollegen einen Spaß daraus, aus dem Urlaub immer größere Glocken mitzubringen. Und noch heute werden große Aufträge damit „eingeläutet“. 

Unvergessen sind allen Beteiligten darüber hinaus die ersten von planus verschickten Weihnachtskarten. Einer der Pioniere, Ali Vogelsberg, bekommt bei diesem Thema noch heute eine trockene Zunge. Denn die Briefumschläge und -marken waren nicht selbstklebend… Fortan war er zertifizierter Knicker und Lecker.

Schon ein Jahr nach dem Brancheneintritt bekamen wir mit der Select IT eine Tochter. Sie spezialisierte sich auf die Entwicklung von Softwareprogrammen in der Mediabranche sowie im Bereich Geomarketing. Zu ihren bekanntesten Entwicklungen gehören der Geonavigator sowie MBS, ein Geoinformations- und Media-Buchungssystem für Händlerkampagnen.

Im selben Jahr konnten wir als kleine Agentur erstmals bundesweit auf uns aufmerksam machen. Für den Kunden Alice verhüllten wir den Neuaufbau der Kandelaber am Charlottenburger Tor. Sagen wir mal so: Diese spektakuläre Aktion brachte nicht nur dem Telefonanbieter viel Aufmerksamkeit. In der Folge läutete so einige Male in der „Garagenfirma“ die Kuhglocke…

50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten heute für das Geburtstagskind

2008 schon mussten wir dem Wachstum Rechnung tragen – und nach Deutz in einen Bürokomplex an der Siegburger Straße ziehen. Von hier aus forcierten wir das Geschäft und meisterten selbst eine Phase der Kurzarbeit im schwierigen Geschäftsjahr 2009 infolge der Wirtschaftskrise.

Von Anfang an investierten wir massiv in unsere Kernkompetenzen: Geoanalyse, Geomedia und Geomarketing-Software. Grundlage unserer Arbeit ist die (mittlerweile) größte Geo- und Media-Datenbank im Markt sowie ein System selbstentwickelter und modular aufgebauter Software-Programme für die Mediaplanung und -buchung sowie die Verwaltung zentraler wie dezentraler Mediakampagnen.

Da wir auf dieser professionellen Basis damit unsere „Lücke“ im Markt entdeckt und besetzt haben, wuchsen wir weiter. Das führte in diesem Jahr zu einem Problem, das wir schon bestens kannten: Platzmangel. Mittlerweile arbeiten 50 Mitarbeiter für den Erfolg von planus – allerdings nicht mehr in Deutz, sondern auf der „richtigen“ Rheinseite, zentral in Köln im Gerling-Quartier.

Allen Menschen, die planus zu dem gemacht haben, was wir heute sind: Danke!

Als einer der Gründerväter bleibt mir an dieser Stelle nur eines:

Ich bedanke mich bei allen ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern für ihr überdurchschnittliches Engagement, die fachliche Expertise und den ausgeprägten Teamcharakter. Ihr habt maßgeblich zu dieser kleinen, aber feinen Erfolgsgeschichte beigetragen!

Ein herzliches Dankeschön geht natürlich auch an unsere großen und kleinen Kunden. Dabei ist es egal, ob wir bereits seit zehn Jahren für Sie arbeiten dürfen oder erst seit Kurzem. Ohne Sie hätte sich planus nicht so schnell und erfolgreich entwickeln können.

Danke schön!

Hätte mir damals jemand in der Gremberghovener-Warteschlange vor der Küche erzählt, wie sich unser Baby entwickeln würde, ich hätte es gehofft, aber definitiv nicht geglaubt…

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