Zwischen OOH und Mobile knistert es: Viele Synergien für Werbungtreibende

von Peter Herbrand

Wären sie Menschen, würden sie wohl den ganzen Tag miteinander flirten. Sie würden sich schüchterne Blicke zuwerfen und sich von ihrer besten Seite zeigen. Kurz: Wären Out-of-Home und Mobile keine Mediagattungen sondern aus Fleisch und Blut, könnten Außenstehende sie für ein Traumpaar halten. Denn eigentlich sind sie genau das: ein Traumpaar. Außenwerbung ergänzt Mobile nämlich perfekt. Gegensätze ziehen schließlich an ...

OOH to Mobile hat sich auf breiter Ebene etabliert: 52 Prozent haben schon Online-Angebote via Plakat oder Screen genutzt

Aber genug Metaphern.

Hier die Fakten: 52 Prozent der Befragten haben, laut einer Studie des FAW zur Wahrnehmung interaktiver Plakate (Stichprobengröße: 1.002 Teilnehmer), schon das Smartphone oder Tablet genutzt, „um von der Werbung auf einem Plakat oder Bildschirm im öffentlichen Raum zu einer Internet-Seite bzw. einem Online-Angebot zu gelangen.“ Um von Plakaten (oder wenn es sich um digitale Medien handelt: vom Bildschirm) Informationen abzurufen, gaben 77 Prozent die jeweilige Internetadresse (URL) ein. 63 Prozenten ließen sich via E-Mail informieren. Fazit der Studienmacher: „OOH to Mobile hat sich auf breiter Ebene etabliert“.

Zusammenfassend lässt sich festhalten:

Die Kombination aus OOH und Mobile sorgt für

  • mehr Reichweite
  • größere Sichtbarkeit
  • bessere Werbewirkung

Mehr Relevanz durch die zielgenaue Verlängerung von OOH-Kampagnen auf das Smartphone der Zielgruppe

Die Verlängerung der Außenwerbekampagnen auf mobile Endgeräte lässt sich gut aussteuern – und zwar ortsgebunden oder zielgruppenexakt:

  • Mit Hilfe des sogenannten Geofencings, also einer ortsgebundenen Ansprache der kompletten Zielgruppe in Sicht- bzw. Laufweite zu einer OOH-Fläche, bekommen Passanten Inhalte auf ihr Smartphone geliefert. Diese ergänzen die jeweilige Außenwerbekampagne online.
  • Noch genauer ist das Zielgruppen-Targeting. Es ermöglicht die Ausspielung von Kampagneninhalten in individuellen Einzugsgebieten eines OOH-Mediums - und zwar nach klassischen Zielgruppendimensionen wie Alter oder Haushaltsnettoeinkommen (HHNE). Darüber hinaus sind dynamische Faktoren wie besondere Ereignisse, Veranstaltungen oder das Wetter als Kriterien definierbar.

Planus-Geschäftsführer Guido Bliss hat den Zusammenhang zwischen den immer mobiler werdenden Zielgruppen und den Trends „Konvergenz“, „Digitalisierung“ sowie „Regionalisierung“ gegenüber Shopgate kürzlich so zusammengefasst: „Das Plakat bietet … von Haus aus die besten Voraussetzungen. Es erreicht die Menschen unterwegs, es ist regional aussteuerbar und mit einfachen Mitteln wie QR-Codes oder Weblinks mit Online zu verknüpfen.“

Geofencing und Zielgruppen-Targeting führen somit zu mehr Werberelevanz, weil die Botschaften auf die jeweilige Situation oder Person abgestimmt ausgespielt werden können.

Internetnutzung über mobile Geräte wird 2018 auf 69 Prozent steigen

Weshalb wir an dieser Stelle so prominent auf das Zusammenspiel zwischen OOH und Mobile hinweisen? Weil wir aktuelle Daten zur Nutzung und Relevanz von mobilen Endgeräten vorliegen haben. Das Smartphone wird demnach für die Ausspielung von Werbung immer relevanter:

  • Die Verbreitung von Smartphones steigt in Deutschland im kommenden Jahr auf 81 Prozent. Für die werberelevanten Zielgruppen bedeutet das: eine komplette Flächendeckung.
  • Die Internetnutzung über mobile Geräte wird 2018 in Deutschland auf 69 Prozent steigen.
  • Desktop-Werbung verliert (weiter) an Bedeutung. Der Abstand zwischen Mobile und Desktop wird sich in den nächsten Jahren weiter vergrößern.
  • Der Anteil mobiler Werbespendings liegt in diesem Jahr noch bei 2,4 Prozent (vom Gesamtwerbemarkt), soll sich bis 2019 aber mit 5,3 Prozent mehr als verdoppeln.
  • Während in diesem Jahr Werbungtreibende insgesamt 483 Millionen Euro in mobile Werbung investieren, sollen die Ausgaben 2018 auf 736 Millionen Euro und 2019 sogar auf 1,11 Milliarden Euro steigen.

Fazit: Smartphones und Tablets erhöhen zukünftig die Anzahl der potenziellen und tatsächlichen Kontakte zwischen Unternehmen, Marken und Produkten. Gemeinsam mit OOH und DOOH bilden sie das Traumpaar für die zielgruppengenaue Ansprache im öffentlichen Raum. Aber das hatten wir ja bereits am Anfang des Beitrags …

Bildquelle: Wall AG

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