Außenwerbung aktiviert die Online-Nutzung am stärksten – Ergebnisse einer Schweizer Studie

von Peter Herbrand

Out-of-Home, Print oder TV – welches dieser klassischen Werbemedien verlängert Werbekampagnen am effektivsten ins Web? Analoge und digitale Außenwerbung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, für die Schweiz repräsentativen Studie zur Werbewirkung.

Aktivierungsrate von OOH liegt 1,5 Mal über der von Print und TV

1043 Schweizerinnen und Schweizer nahmen an der repräsentativen Online-Befragung der APG|SGA Out of Home Media teil. Die Studie untersucht, wie stark sich die Wahrnehmung der drei klassischen Werbemedien OOH, Print und TV als aktivierender Effekt auf das Online-Verhalten der Befragten auswirkt.

Die Ergebnisse:

  • 39 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen sechs Monaten Suchmaschinen (Google, Bing, Yahoo) oder soziale Netzwerke (Facebook, Twitter, Instagram) genutzt zu haben, um sich über beworbene Produkte oder Marken zu informieren. Und zwar nachdem sie dazugehörige Werbung auf einem Plakat oder digitalen Screen gesehen hatten.
  • Damit erreicht OOH 28 Prozent der Gesamtaktivierungsanteile aller untersuchten Medien auf Search-Abfragen. Vergleicht man diesen Wert mit dem Anteil von 18 Prozent am Brutto-Werbedruck (im CH-Mediamix), ergibt sich für die Außenwerbung ein Index von 155. Das bedeutet konkret: Die Aktivierungsrate von Out-of-Home liegt 1,5 Mal höher als die von Print und TV.
Online-Aktivierung nach Brutto-Werbedruck, pro Medium (indiziert) (Quelle: APG|SGA, Innofact 2019)

Das Fazit der Studienmacher:

„Die Befragung … ergab, dass das spezifische Online-Verhalten am effizientesten durch Außenwerbung aktiviert wird – dies im Verhältnis zum Brutto-Werbedruck im Mediamix.“

Damit wird wieder einmal deutlich, dass OOH ungeahntes Potenzial besitzt. Neben dem schnellen und nachhaltigen Reichweitenaufbau und den vielfältigen zielgruppenspezifischen Aussteuerungsmöglichkeiten besticht die Außenwerbung eben auch durch einen hohen Aktivierungsgrad.

Online-Monokampagnen schöpfen hingegen oftmals nicht das volle Potenzial einer crossmedial ausgesteuerten Kampagne aus.

Eine Nielsen Studie aus dem Jahr 2017 bestätigte vergleichbare Ergebnisse auch für den amerikanischen Markt.

 

Quelle Titelbild: Shutterstock.com/Shift Drive

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