Außenwerbung ist die beliebteste Werbeform der Deutschen - weil sie am wenigsten stört

von Peter Herbrand

Bildquelle: Ströer Media SE

Es bleibt dabei: Außenwerbung ist die beliebteste Werbegattung. Wer das sagt? Die Deutschen.

Von TV-Werbung fühlen sich hingegen rund 40 Prozent der Bundesbürger gestört. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Berliner Opinion Tech Unternehmens Civey.

Mehr Ergebnisse in diesem Beitrag.

TV-Spots und Internetwerbung nerven die Bundesbürger am meisten

65.450 Bundesbürger beantworteten in den vergangenen sechs Monaten online die Frage, welche Form der Werbung sie persönlich am meisten störe (repräsentative Stichprobe: 5.097). Während demnach 40,9 Prozent von TV-Spots genervt sind, bewerteten lediglich 1,5 Prozent der Befragten Plakatwerbung als lästig. Sechs Werbegattungen standen in der Civey-Umfrage zur Auswahl, die Außenwerbung erhielt die wenigsten Stimmen. Lediglich Printwerbung (1,8 Prozent) und Radiospots (4,3 Prozent) kamen auf ähnlich gute Ergebnisse.

Zu den „Spitzenreitern der (eher) störenden Werbegattungen“ zählt neben den TV-Spots vor allem Internetwerbung. Die online ausgespielten Formate sind demnach knapp 30 Prozent der Befragten ein Dorn im Auge.

Quelle: Civey GmbH

Außenwerbung hat ein gutes Image und ist positiv im Bewusstsein der Bevölkerung verankert

Damit bestätigt die Civey-Umfrage einen bereits länger anhaltenden Trend: Weil die Außenwerbung die Rezipienten nicht – wie beispielsweise die Fernsehwerbung – bei einer Tätigkeit unterbricht, akzeptieren die Bundesbürger dieses Format außerordentlich gut.

Bereits im vergangenen Jahr hat das Marktforschungsunternehmen IMAS International in einer Befragung herausgefunden, dass Out-of-Home ein gutes Image hat und positiv im Bewusstsein der Bevölkerung verankert ist.

Umfrage basiert auf einer großen Onlinebefragung und ist durch spezielle Methodik repräsentativ

Hintergrund zur Civey-Methode: Das 2015 als Start-up gegründete Unternehmen weicht bewusst von klassischen Datenerhebungsmethoden via Telefon ab. Schließlich sind immer weniger Menschen am Festnetztelefon zu erreichen.

Stattdessen setzen die Berliner auf eine Umfrage-Netzwerk, bestehend aus mehr als 25.000 Webseiten, E-Mail und Multi-Content-Portalen (wie Spiegel Online, Cicero, Tagesspiegel oder Change.org). Dafür bilden die Meinungsforscher Non-Probability-Samples, die von technischen, statistischen sowie inhaltlichen Plausibilitätschecks flankiert werden und von Wissenschaftlern der Hochschule Rhein-Waal evaluiert wurden. Das Ergebnis: repräsentative Meinungsforschung zu aktuellen Themen – wie hier der Akzeptanz verschiedener Werbegattungen in der deutschen Bevölkerung.

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