Bruttowerbeumsatz: Das Plakat gehört zu den wenigen Gewinnern der ersten drei Quartale 2018

von Martin Mummel

Plakat setzt 1,1 Milliarden um und erreicht so ein Plus von knapp einem Prozent

Nielsen analysierte den Bruttowerbemarkt* mit dem Ergebnis, dass in den ersten neun Monaten des Jahres gattungsübergreifend lediglich ein geringes Plus von 0,05 Prozent eingefahren wurde. 21,8 Milliarden Euro brutto investierten die Werbungtreibenden demnach insgesamt.

Die Gattung Plakat knackt die Milliarden-Grenze mit 1,1 Milliarden Euro knapp und kann so ein kleines Plus von 0,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum vorweisen.

Auch At Retail (OOH am Point of Sale) wächst mit 3,6 Prozent überdurchschnittlich

Das Fernsehen bleibt, so Nielsen, „das Leitmedium der deutschen Werbungtreibenden“: Zwar liegt hier das Wachstum von 0,2 Prozent unter dem des Plakats, allerdings ist der Bruttowerbeumsatz mit 10,2 Milliarden in den ersten drei Quartalen des Jahres rund zehnmal so hoch.

Mit einem bemerkenswerten Plus von 61,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und Bruttowerbeausgaben von insgesamt 0,7 Milliarden Euro ist Mobile erneut die am stärksten wachsende Mediengruppe. Zum Vergleich: Das zweitstärkste Wachstum erreicht der Bereich At Retail (also OOH am Point of Sale) mit einem Plus von 3,6 Prozent und einem Bruttowerbevolumen von 0,143 Milliarden Euro.

Online verliert rund 6 Prozent, Ambient Media muss einen Rückgang von 21 Prozent verkraften

Teilweise deutliche Einbußen bei den Bruttowerbeausgaben mussten folgenden Gattungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen:

  • Print: - 2,0 Prozent
  • Online: - 6,4 Prozent
  • Kino: - 8,4 Prozent
  • Transportmedien: - 10,6 Prozent
  • Ambient Media: - 21,4 Prozent

Wenig überraschend ist auch diesmal der mit Abstand größte Werbungtreibende: Procter & Gamble investierte 688 Millionen Euro, das entspricht einer Wachstumsrate von 7,1 Prozent. Es folgen Ferrero, die Media-Saturn-Holding sowie Kaufland.

 

*Das Marktforschungsunternehmen erhebt kontinuierlich die Bruttowerbedaten. Diese geben den Werbedruck wieder, den die Werbungtreibenden für ihre Produkte und Services beim Konsumenten entfachen. Daraus lässt sich ablesen, welche Mediastrategie die Werbetreibenden verfolgen. Somit erheben die hier genannten Daten nicht den Anspruch, die individuellen und konkreten Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln.

Zurück

planus Newsletter

Regelmäßig (aber nicht häufiger als 1 x im Monat) News und Trends zu Geomarketing und regionalen Medien bequem ins Postfach: Melden Sie sich hier für den planus-Newsletter an und sichern Sie sich Ihren ganz persönlichen Wissensvorsprung.