Alle elf Minuten verliebt sich ein Betrachter in diesen Marketing-Stunt: In Köln wurden jetzt Plakate verkleidet

von Peter Herbrand

Quelle: Maskworld

Perfektes Timing, idealer Ort, witzige Idee. Wir ziehen die Karnevalsmütze!

Die Berliner Werbeagentur DOJO sorgt für seinen Kunden Maskworld bei uns in Köln mit einem noch nie dagewesenen Guerilla-Marketing-Stunt für gute Laune. Denn während bei uns der Karnevals-Countdown heruntergezählt wird, verkleiden die Berliner ungefragt kölsche Werbeplakate. So wird aus einem Parship-Single ein Pferd oder Scooby Doo zum N26-Kunden. Und über den Claims der Marken steht plötzlich: „Kostüme für alle“.

Karnevalsparty am fremden Plakat mit echt witzigen Pointen!

Maskworld verkleidet Plakate zu Karneval in Köln
Bildquelle: Dojo / Maskworld

Um den Gag vollends zu verstehen, muss man wissen, dass das Berliner Unternehmen Maskworld ein auf Kostüme spezialisierter Onlinehändler ist. Der, so sagen die Verantwortlichen, wolle mit dieser Aktion eine Antwort auf die langweiligen Exemplare der Out-of-Home-Werbung liefern.

In einem Beitrag schreiben sie: „Schluss mit Langeweile! Wenn sich schon die ganze Stadt verkleidet, dann macht die Reklame eben mit. Also wird vertraute Außenwerbung von großen Unternehmen jetzt karnevalistisch aufgepimpt: Ein Pferd als Parship-Single, Gin mit Schweinemaske und Hai-Alarm im ZDF-Abendprogramm – alle 11 Minuten verliebt sich jemand in diese Aktion.“

Und das sorgt für ordentlich Interesse. Nicht nur Branchenmedien wie Horizont sind auf die Karnevalsparty am fremden Plakat aufmerksam geworden, auch Kölner Medien berichten. Nur online ist es bisher noch etwas still – aber der Boost in den sozialen Netzwerken wird wahrscheinlich noch kommen …

Warum? Weil dieser Guerilla-Stunt wirklich unterhaltsam ist. Ein Beispiel: Die allseits bekannten Parship-Motive mit dem Claim „Alle elf Minuten verliebt sich ein Single über Parship“ wurden nicht nur visuell „überarbeitet“ (Pferdekopf), sondern auch textlich ein wenig verändert. In der Kölner Innenstadt ist jetzt nämlich auf den Plakaten zu lesen: „Alle elf Minuten verkleidet sich ein Single über Maskworld.“

Adbusting oder ein genialer Gag passend zum Karneval?

So überraschend, witzig und unterhaltend die Aktion für die jeweiligen Betrachter (und wahrscheinlich auch DOJO sowie Maskworld) sein dürfte, so ärgerlich könnte sie eventuell für die Marken sein, die hier „gepimpt“ wurden. Und dabei ist es egal, ob es sich um glasklares Adbusting handelt (bei dem die bestehenden Plakate und ihre Motive im öffentlichen Raum umgestaltet oder überklebt werden) oder ob die Berliner die Motive der Werbetreibenden „lediglich“ kopiert und anschließend mit den neuen Slogans verändert haben.

Aber auch an diesem Punkt bleiben die Verantwortlichen ziemlich cool. So erklärte beispielsweise Joachim Bosse, der Gründer und Kreativgeschäftsführer von DOJO gegenüber Tim Theobald von Horizont: „Wir haben die Motive verkleidet, damit sie mehr Spaß machen. Wieso sollten zu Karneval nur Menschen Kostüme tragen? … Nur so viel, wenn die Polizei mich sucht, weiß sie, wo sie mich findet: auf Parship.de.“

Bei so viel Liebe zum Plakat bleibt uns nur eins: Kölle Alaaf!

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