Gattungspitch beim Deutschen Medienkongress: Erneut OOH auf dem Siegertreppchen

von Guido Bliss

Am 16. und 17. Januar traf sich die Marketing- und Medienwelt in Frankfurt am Main in der Alten Oper.  Zum 10. Deutschen Medienkongress, dem Jahresauftakt der Kommunikationsbranche, reisten Top-Entscheider aus werbungtreibenden Unternehmen, Medienhäusern und Agenturen an.

Spannend wurde es vor allem am zweiten Tag: Nach drei Jahren Pause lieferten sich TV-, Print-, OOH, Radio-, Digital- und Kinovermarkter in Frankfurt ein Schaulaufen der Extraklasse. Wie in einem Pitch traten Experten der einzelnen Gattungen mit unterhaltsamen Präsentationen gegeneinander an. El-Cartel-Geschäftsführer Andreas Kösling bestach mit Schokolade, Wall-Chef Prasse verteilte T-Shirts, Werbeweischer-CEO Stefan Kuhlow gelang mit donnerndem Kino-Sound der große Auftritt. 

Wer die Gattung 2018 ist, entschied letztlich eine Fachjury direkt vor Ort, nämlich Karin Libowitzky von Vizeum, Michael Willeke von Coca-Cola, Christian Scholz von Initiative und Helmut Huber von Check 24.

And the winner is: OOH!

Andreas Prasse überzeugte Jury und Zuschauer bereits zum zweiten Mal in Frankfurt. Er hob drei Trends hervor, die die Gattung, die inzwischen knapp 7 Prozent Marktanteil erreicht hat, nach vorne treiben und sicherte sich damit den Titel:

Reichweite

Die Urbanisierung und die zunehmende Mobilität der Menschen werden die Reichweiten in der Außenwerbung weiter steigen lassen. Weltweit, aber auch in Deutschland: So soll sich etwa Berlin in den nächsten Jahren zur 4-Millionen-Metropole entwickeln. Auch Hamburg, München und Frankfurt werden stark wachsen. "Eine schlechte Nachricht für alle, die dort gerade eine Wohnung suchen. Aber eine gute Nachricht für Sie, liebe Werbungtreibenden", verspricht Prasse. OOH habe die Kraft, gerade bei den urbanen, jungen Zielgruppen die Reichweitenverluste anderer Medien auszugleichen.

Targeting

Außenwerbung konnte schon immer sehr genau geplant werden, aber inzwischen sind Anbieter in der Lage, auch stadtweite Netzmedien nach individuellen Zielgruppenanforderungen auszusteuern. "Somit vereinen wir die beiden wichtigsten Planungsparameter für Sie: Reichweite und Targeting", sagt Gattungsvertreter Prasse.

Digitalisierung

Wie andere Medien wird auch OOH immer digitaler - ohne von den neuen Entwicklungen ins Abseits gedrängt zu werden. Die Branche hat in den letzten Jahren allein in Deutschland dreistellige Millionenbeträge in die Hard- und Software sowie in Infrastruktur investiert. Parallel dazu seien auch die Städte mittlerweile deutlich aufgeschlossener und bereit, mehr Flächen an den frequenzstärksten Standorten zuzulassen. Prasse: "Damit bringen wir dynamische Inhalte in die Städte. Und in Punkto Geschwindigkeit und Flexibilität stoßen wir in eine völlig neue Dimension." Die Konvergenz mit Mobile sorge zudem dafür, dass auch Search zunehmend Out-of-Home stattfinde.

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