Grafik der Woche: Super Bowl XLIX

von Oliver Schleyer

Einmal im Jahr hört die Welt auf sich zu drehen – zumindest für die US-Amerikaner. Denn für einige Stunden dreht sich in den USA dann alles um ein lederbraunes Ei. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist es wieder so weit.  Dann steigt die 49. Auflage des Super Bowls, dem Meisterschaftsendspiel der amerikanischen National Football League (NFL). Im University of Phoenix Stadium in Glendale (Arizona) stehen sich die New England Patriots und die Vorjahres-Champions Seattle Seahawks gegenüber. Im Fernsehen konkurrieren derweil die besten und kreativsten Werbespots des Jahres auf den teuersten Werbeplätzen.

Das Event, das auch in Deutschland immer beliebter wird und zahlreiche Sportsbars und Pubs zu später Stunde füllt, ist nicht nur aus sportlicher Sicht höchst interessant: Jedes Jahr reißen sich die großen Marken um die beliebten Werbeslots in den Spielpausen. Selbst die aufgerufenen Preise von bis zu 4,5 Millionen US-Dollar für einen 30-Sekunden-Spot können die Big Player aus Branchen wie Automobil, Bier/Getränke, FMCG usw. nicht abschrecken.

Studie: 69 Prozent der nationalen Zuschauer schauen die Werbespots nach dem Spiel noch einmal online

Die Kombination aus Reichweite eines Super Bowl-Spots, der Online Content-Nutzung sowie den Interaktionen in sozialen Netzwerken während des Events sind einfach zu verlockend. Mehr Infos hier. Mit kreativen Ideen lässt sich die Werbepräsenz jedoch bis weit nach der Veranstaltung verlängern: Eine Studie von Emarketer zeigt, dass sich 69 Prozent der US-amerikanischen Nutzer die Super Bowl-Spots nach dem Spiel noch einmal online anschauen.

Pepsi Super Bowl Halftime Show: Pop-Queen trifft Rock-Ikone

Das Highlight des Super Bowls – speziell aus Marketing- und Werbe-Sicht – dürfte auch dieses Jahr die Halbzeit-Show mit Auftritten von Katy Perry und Lenny Kravitz sein. Wegen der gigantischen Einschaltquoten (111 Millionen US-Zuschauer in 2014) gilt ein Auftritt während der Spielpause als eine der größtmöglichen Bühnen für Sänger weltweit. Diese bombastische Halbzeit-Show präsentiert Softdrink-Hersteller Pepsi. Im Duell um die weltweite Brause-Vormachtstellung nutzt Pepsi das Sponsorship natürlich, um sich vom Konkurrenten Coca Cola abzuheben.

Neben vielen eingefleischten Fans in ganz Deutschland, werden auch einige planus-Kollegen in dieser besonderen Nacht auf Schlaf verzichten, der ein oder anderen Super Bowl-Party beiwohnen und am Montagmorgen aussehen wie nach einem recht unfairen Tackling. Welche Getränke sie in der Nacht vorwiegend zu sich nehmen, hängt vom Ort des jeweiligen Geschehens ab: Je nach dem in welchem Stadtviertel von Köln geschaut wird, lässt sich der Durst nicht nur mit obligatorischem Kölsch sondern auch mit einer kühlen Cola löschen – ob nun Coca Cola oder Pepsi sei jedem selbst überlassen. In unserer Grafik der Woche zum Super Bowl 2015 möchten wir den Status als offizieller Sponsor würdigen und haben deshalb mal die Pepsi-Markenverwender in Köln verortet:

Quelle: planus media, best for planning 2014

Wer sich ein bisschen in der Rhein-Metropole auskennt, stellt schnell fest, dass die braune Brause vor allem in den urbanen Bereichen (rund um den Innenstadtring mit seinen zahlreichen Lokalitäten) getrunken wird. Im Kölner Süden hingegen bekommen die Pepsi-Verantwortlichen traditionell trockene Zungen, denn hier zählt die Cola des Hauses nicht unbedingt zu den Lieblingsgetränken.

Welche Gebiete sich für die zielgruppenspezifische Kundenansprache durch aufmerksamkeitsstarke Out-of-Home-Kampagnen eignen, wissen unsere planus-Experten. Sollten Sie am kommenden Montag Fragen zum Geomarketing oder der Außenwerbung haben, dann freuen wir uns auf Ihren Anruf. Bitte sprechen Sie aber ein wenig leiser als sonst, da einige Kollegen – wie angedeutet – eine etwas längere Nacht hinter sich haben.

Wir wünschen viel Spaß beim Super Bowl-Schauen und Cola trinken…

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