Köln steigert die Attraktivität seiner Werbelandschaft

von Markus Neimeke

Neuer Werbeflächenvertrag sieht 300 neue City-Light-Säulen und den Abbau von 3000 alten Werbeträgern vor

Der Premium-Werbeträger unter den Plakatmedien: Mega-Lights bringen Sie hoch hinaus.
Bildquelle: Ströer Media SE

Deutliche Aufwertung der Kölner Werbelandschaft: Anfang 2015 tritt der neue Werbenutzungsvertrag für das Stadtgebiet der Rheinmetropole in Kraft. Ziel ist die sukzessive Modernisierung und Digitalisierung der Werbeträger im öffentlichen Straßenraum. So soll der Fokus zukünftig auf attraktiven, hinterleuchteten und verglasten Premium-Formaten liegen.

Die Vermarktung der Werbeflächen übernehmen in den kommenden 15 Jahren - wie bereits zuvor - die zur Ströer-Gruppe gehörende Kölner Außenwerbung (KAW) sowie JCDecaux. Die Stadtwerke Köln hatten die Rechte zuvor im Auftrag der Stadt europaweit ausgeschrieben. Der bisherige Stadtvertrag mit den beiden Unternehmen läuft nach 20 Jahren zum Jahresende aus.

Der neue Pachtvertrag sieht dabei nicht nur den Umbau zahlreicher Standorte vor, sondern auch die Reduzierung der Werbeträger von 11.000 auf 8.000. Durch den Abbau erhofft man sich seitens der Stadt ein übersichtlicheres und hochwertigeres Gesamterscheinungsbild.

Mehr hinterleuchtete und verglaste Premium-Werbeträger für Köln

Der neue Werbeflächenvertrag sieht außerdem den Aufbau von etwa 300 modernen City-Light-Säulen (CLS) vor. Sämtliche Ganzsäulen sollen hingegen mit Beginn des neuen Jahres wegfallen. Die rotierenden Premium-Säulen im 8/1-Format ersetzen zahlreiche der geklebten Allgemeinstellen oder entstehen an zentrumsnahen Premium-Standorten neu. Das Netz der verbleibenden Litfaßsäulen soll hingegen im Zuge der Reduzierung von 800 auf 500 Werbeträger standortoptimiert werden. Das exklusive Vermarktungsrecht erhält die Ströer-Gruppe.

Deutliche Veränderungen gibt es auch bei den neun Quadratmeter großen, hinterleuchteten und verglasten Mega-Lights (18/1-Format) auf öffentlichem Grund: Ab dem 1. Januar des kommenden Jahres ist Ströer auch hier für die Komplettvermarktung verantwortlich und verdrängt somit WallDecaux, die ab dem kommenden Jahr keine ihrer City-Light-Boards mehr betreiben. Neben dem Ausbau des bisherigen Netzes auf 200 doppelseitige Mega-Lights sollen in 2015 etwa 120 einzelselektierbare Mega-Lights Select zusätzlich zur Verfügung stehen. Ströer übernimmt dafür die bisherigen Wettbewerbsstandorte, rüstet Citystars um und erschließt neue Standorte.

Niemand soll im Regen stehen – moderne Fahrgastunterstände für die KVB

Für die hinterleuchteten City-Light-Poster (CLP) auf kommunalem Grund erhält JCDecaux das exklusive Vermarktungsrecht in Köln. Der Spezialist für Stadtmöblierung und Außenwerbung will sämtliche freistehende CLP-Vitrinen erneuern und teilweise mit einer modernen Plakatwechslertechnik ausrüsten. Platziert werden die Plakate im 4/1-Bogenmaß in Fahrgastunterständen, an hochfrequentierten Hauptverkehrsstraßen sowie in 350 Stadtinformationsanlagen. Zum Teil sollen dann erstmals auch digitale City-Light-Poster (dCLP) auf öffentlichem Stadtgebiet zum Einsatz kommen.

Ein zentraler Bestandteil der Ausschreibung war die Modernisierung der Fahrgastunterstände an den Straßenbahnhaltestellen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). JCDecaux tauscht deshalb 650 der in die Jahre gekommenen Wartehäuschen in der ersten Jahreshälfte gegen ein neues Modell aus, welches in ähnlicher Form bereits in Hamburg, Bremen und Saarbrücken zum Einsatz kommt. Das Design der neuen Wartehäuschen kommt vom britischen Stararchitekten Lord Norman Foster. Insgesamt hält JCDecaux das Vermarktungsrecht an 1.550 Fahrgastunterständen in Köln.

Weitere Änderungen sind u.a.:

  • die Reduzierung der klassischen Großflächen auf kommunalem Grund um 50%
  • der Wegfall von City-Light-Postern und Großflächen in U-Bahnhöfen
  • die mögliche Erweiterung des Mega-Light-Netzes in U-Bahnhöfen
  • die Integration zusätzlicher digitaler Werbeträger in U-Bahnhöfen (Public Video)
  • die Neuvergabe der Rechte für zahlreiche Hinweismedien

Die Umbaumaßnahmen sollen im Laufe des Jahres 2015 umgesetzt werden. In der Aufbauphase kann es vorkommen, dass einzelne Werbeträger nicht rotieren bzw. das Motiv wechseln oder nicht beleuchtet werden.

planus hat seinen Firmensitz im Kölner Stadtgebiet. Als heimische Experten verfolgen wir die Änderungen kritisch und bewerten die Standorte objektiv neu. Unsere Mediaplaner stehen Ihnen beratend zur Seite und informieren Sie über den Stand der Umbaumaßnahmen sowie aktuelle Verfügbarkeiten und Preise.

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