Aktuelle Ergebnisse der AGMA: ma Tageszeitung und ma Radio veröffentlicht

Aktuelle Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) zeigen, dass Tageszeitungen und Publikumszeitschriften zwar leicht an Auflage verlieren, dafür aber an Reichweite zulegen. Insbesondere überregionale Tageszeitungstitel profitieren davon. Bei den deutschen Radioprogrammen ergibt sich – bezogen auf die Durchschnittsstunde – ein kleines Plus von 0,2 Prozent. Allerdings tun sich die Radiosender bei den Jüngeren (14- bis 49-Jährigen) deutlich schwerer. Bei ihnen verlieren sie im Vergleich zum Vorjahr 3,1 Prozent Reichweite.

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Tageszeitungen: Vor allem die überregionalen Titel gewinnen Leser

Während alle bundesweit erscheinenden Tageszeitungen ihre Reichweite steigern bzw. stabil halten konnten, verliert das Boulevardblatt Bild rund 2 Prozent (190.000 Leser). Trotzdem ist die Bild-Zeitung mit im Schnitt 9,77 Millionen Rezipienten der eindeutige Reichweiten-Champion unter den tagesaktuellen Titeln.

Es folgen

  • die Süddeutsche Zeitung (SZ) mit 1,24 Millionen
  • die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) mit 760.000
  • die Welt mit 710.000
  • das auf Wirtschaftsthemen spezialisierte Handelsblatt mit 450.000

Insgesamt erreichen die Tageszeitungen im Schnitt 40,6 Millionen pro Tag. Das sind 57,9 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren. Damit ergibt sich ein leichtes Minus: Im Vorjahr erreichten die tagesaktuellen Titel noch 59,2 Prozent. Der Löwenanteil davon entfällt auf die nicht bundesweit erscheinenden Tageszeitungen: Knapp die Hälfte der Bevölkerung liest demnach regionale Abozeitungen.

Für Journalisten und Verlage sind das gute Nachrichten. Zeigen die Daten doch einen deutlich abgeschwächten Rückgang der Zeitungsleser. Das sah in den Vorjahren noch ganz anders aus. Im Gegenteil: Die überregionalen Tageszeitungen konnten sogar Leser hinzugewinnen.

Publikumszeitschriften: Kleiner Zuwachs bei der Gesamtreichweite

Auch die Verleger der Publikumszeitschriften haben Grund zu verhaltener Freude. Laut der ma Print lesen 89,6 Prozent der über 14-Jährigen regelmäßig ihre Titel. Das sind 0,2 Prozent mehr als im Jahr 2016.

Hier die reichweitenstärksten Gattungen:

  • Programmpresse (65,8 Prozent Reichweite)
  • Aktuelle Zeitschriften und Magazine (44,7 Prozent)
  • Motorpresse (28,2 Prozent)

Radio: Die Sender erreichen 78,3 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren am Tag

Die deutschen Radiosender erreichen täglich 78,3 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren. Die tägliche Hördauer der Deutschen liegt bei durchschnittlich 192 Minuten (drei Minuten weniger als noch 2016).

Für die Durchschnittsstunde bedeutet das 20,5 Millionen Hörer und ein minimales Plus von 0,2 Prozent. Allerdings muss das Medium Radio bei den 14- bis 49-Jährigen Anteile abgeben. Bei ihnen sinkt die Reichweite in der Durchschnittsstunde leicht um 3,1 Prozent.

Hier das Ranking der reichweitenstärksten Radioprogramme (in Klammern die Hörer pro Stunde sowie die Veränderungen zum Vorjahr):

  • Bayern 1 (1.106 Millionen, +128.000)
  • Antenne Bayern (1,044 Millionen, +65.000)
  • WDR 2 (1.020 Millionen, -29.000)
  • SWR 3 (1.008 Millionen, +6.000)

Großer Verlierer der aktuellen ma Radio ist der junge WDR-Sender 1Live. Er rutscht durch einen Verlust von 133.000 Hörern in der Durchschnittsstunde auf 879.000 Hörer und damit unter die Millionengrenze sowie im Ranking der Radiosender von Platz vier auf Platz 7.

Zu den Gewinnern zählen neben Bayern 1 und Antenne Bayern vor allem Antenne Niedersachsen, planet radio und der kleine Schlagersender radio B2. Dieser konnte seine Hörerzahl innerhalb eines Jahres verdoppeln.

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