Bruttowerbemarkt: Außenwerbung gehört zu den Gewinnern des ersten Halbjahres

von Peter Herbrand

Abpfiff, Halbzeit! Ergebnis: Out-of-Home spielt im Team, das die Werbebranche zum Erfolg führt.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 konnte die Außenwerbebranche 2018 den Umsatz um 1,4 Prozent erhöhen. Demnach investierten die Werbetreibenden in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 707 Millionen Euro brutto. Damit gehört OOH zu den Gewinnern unter den Werbegattungen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Bilanz vom Performance Management Unternehmen Nielsen zum Bruttowerbemarkt im ersten Halbjahr 2018*. Welche Gattungen ebenfalls im Gewinnerteam spielen und welche die zweite Halbzeit des Jahres fürchten müssen, fassen wir in diesem Beitrag zusammen.

OOH wächst im Vergleich zum Gesamtwerbemarkt überdurchschnittlich

Der Gesamtwerbemarkt konnte von Januar bis Ende Juni nur ein leichtes Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum einfahren. Damit belaufen sich die Bruttowerbeausgaben in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 14,9 Milliarden Euro. Weiteres Ergebnis: Out-of-Home wächst mit einem Plus von 1,4 Prozent in Relation zu 0,6 Prozent des Gesamtmarkts überdurchschnittlich.

Und wer gehört darüber hinaus zum Siegerteam?

  • Insbesondere die Mediengruppe Mobile stürmt nach vorn: Mit einem Wachstum von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist Mobile am stärksten gewachsen. 441 Million Euro brutto setzten Werbetreibende hier um.
  • Das zweitstärkste Wachstum konnte die Mediengruppe Radio verzeichnen. Hier lag der Bruttoumsatz bei 930 Millionen Euro, das bedeutet ein Plus von 2,9 Prozent zum ersten Halbjahr 2017.
  • Am Point of Sale lief es auch für die At-Retail-Medien gut: 9,9 Prozent betrug hier das Wachstum, der Umsatz belief sich auf 102 Millionen Euro.
  • Zurückgehende Auflagen kennzeichnen den Zeitungsmarkt, bei der Werbung läuft es da etwas besser: Die Mediengruppe Zeitung legte 0,9 Prozent zu und machte in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Bruttowerbeumsatz von 2,4 Milliarden Euro.

Diese Mediengruppen mussten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Verluste hinnehmen

  • Größter Verlierer, laut Nielsen-Bilanz, ist die Kinowerbung. Sie fuhr ein Minus von 13,2 Prozent ein.
  • Die Mediengattung Fernsehen stellt mit Bruttowerbeausgaben von sieben Milliarden Euro zwar das Leitmedium der Werbebranche. Allerdings bedeutet das Ergebnis ein geringes Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Minus fünf Prozent bei einem Bruttoumsatz von 1,2 Milliarden Euro, so lautet die nicht allzu erfreuliche Leistungsbilanz für die Mediengruppe Desktop.
  • Auch die Zeitschriften haben weiter zu kämpfen, hier hält der rückläufige Trend an: Die Publikumszeitschriften verlieren 2,9 Prozent bei 1,6 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen. Fachzeitschriften erwischte es noch schlimmer. Sie mussten einen Rückgang von 5,1 Prozent bei deutlich geringeren Werbeaufwendungen von 200 Millionen Euro hinnehmen.

*Hinweis: Diese – von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten – geben den Werbedruck wieder, den Werbetreibende für ihre Produkte bzw. Services beim Konsumenten entfachen. Basis der bereinigten Vorjahreswerte bilden alle Werbeträger (inkl. der natürlichen Abgänge / Einstellungen oder Launches auf dem Medienmarkt). Aus diesen Daten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbetreibenden verfolgen. Allerdings erhebt der Bruttowerbemarkt keinen Anspruch, die individuellen Geldflüsse zwischen Marktteilnehmern widerzuspiegeln.

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