Interaktives Station Video stellt Berliner Reisende vor Aufgaben und spendiert kühles Bier

von Markus Neimeke

Großer Kampagnen – bzw. Social-Media-Erfolg für die Biermarke Radeberger und seine Kreativagentur Fuse: Das Video zur Kampagne mit dem Titel „Bist du bereit für ein Radeberger?“ ist allein bei YouTube mehr als eine Million Mal aufgerufen worden. Im Oktober führte die Marke die sogenannten YouTube-Charts, die Google exklusiv für die Fachzeitschrift Horizont ausweist, vor L'Oréal Paris und der Deutschen Bahn an. Star des Films: ein interaktives Station Video, das mit Reisenden im Berliner Hauptbahnhof spielte.

Station Video reagiert individuell: „Hallo, ich rede mit dir!“

Ja, richtig. Es spielte mit den Wartenden: Das DOOH-Medium sprach Passanten an, stellte ihnen individuelle Aufgaben und bewertete dann das Ergebnis. Wurde die jeweilige Challenge erfolgreich absolviert, öffnete sich ein - neben dem Station Video postierter - stylischer Retro-Kühlschrank. Inhalt: Na was wohl? Eine Phalanx kühler Blonder aus der Radeberger Brauerei.

„Hallo, ich rede mit dir“, „Komm doch mal rüber“ oder „Hier kannst du auch spielen, sogar so halb im Leben“ waren die Sprüche mit denen das DOOH-Medium die Aufmerksamkeit der Reisenden erlangte. Möglich machte diese Form der Interaktivität ein in Sichtweite sitzender und getarnter Autor, der auf die individuellen Spezifika der Rezipienten einging.

Wenn ein Passant die falsche Marke trinkt: „Diese Flasche in deiner Hand versaut dein ganzes Outfit.“

Beispiel:

Ein junges, vor dem Station Video sitzendes, Paar fragte der Screen etwas indiskret: „Verknallt?“ Nachdem die beiden bejahten, fragte er weiter: „Wollt ihr ein Bier?“ Nachdem die beiden auch dies bejahten, gab es die Aufgabe: „Heb sie doch mal hoch und dreht euch im Kreis.“

Andere Mitspieler mussten Fragen wie „In welchem Jahr wurde World of Warcraft veröffentlicht?“ beantworten. Und wie das bei Herausforderungen nun einmal so ist: Nicht alle Aufgaben wurden erfolgreich gelöst. Dann blieb die Kühlschranktür zu.

Und auch die Brauerei-Konkurrenz bekam via Station Video ihr Fett weg. Als sich ein Passant mit (der falschen) Bierflasche in der Hand interessiert dem digitalen Screen näherte, stellte das gleich klar: „Also, auf den ersten Blick mochte ich dich ja irgendwie. Aber jetzt, nee. Was ist das denn? Diese Flasche in deiner Hand versaut dein ganzes Outfit.“ Ertapptes Lächeln und Schulterzucken des jungen Biertrinkers.

Kurz: Vor allem aufgrund der Spontanität der Reisenden und der gelungenen Gags des Station Videos ist das Video der Radeberger-Kampagne extrem sehenswert.

Ergebnis: ein sehr unterhaltsames Video mit sympathischen Reaktionen der Reisenden

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier ist das sehr unterhaltsame und ziemlich erfolgreiche Video zur gelungenen Radeberger-Aktion:

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