Werbetrend für das erste Halbjahr 2019: Out-of-Home gehört zu den großen Gewinnern

von Peter Herbrand

Plus 8,8 Prozent Bruttoumsatz im ersten Halbjahr 2019!

Im intermedialen Vergleich der Werbegattungen legt die Außenwerbung gerade einen sehenswerten Sprint hin. Während der Gesamtwerbemarkt stagniert, sorgen OOH und Online für Dynamik. Gemeinsam profitieren sie von deutlichen Umschichtungen im Werbemarkt.

Mehr Daten des aktuellen Nielsen-Werbetrends für das erste Halbjahr 2019 liefert dieser Beitrag.

Gesamtwerbemarkt stagniert mit einem Bruttoumsatz von 14 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau

Fakt ist: Der Gesamtwerbemarkt legte bisher mit einem Bruttoumsatz von 14,8 Milliarden Euro und einem Mini-Plus von 0,1 Prozent eine eher behäbige Performance hin.

Von den sechs im Nielsen-Werbetrend erfassten Medien konnten einzig Out-of-Home und Online den Bruttoumsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Radio legte auf geringem Niveau ebenfalls zu:

  • Out-of-Home: +8,8 Prozent (Umsatz: 1,1 Milliarden Euro)
  • Online: +6,8 Prozent (Umsatz: 1,7 Milliarden Euro)
  • Radio: +0,9 Prozent (Umsatz: 55,2 Millionen)

Alle anderen Werbemedien konnten im Vergleich zum Vorjahr weniger Bruttoaufwendungen für sich verbuchen. Kino muss mit einem Minus von 3,6 Prozent und Print mit einem Rückgang von 2,5 Prozent leben. Das umsatzstärkste Werbemedium Fernsehen (6,9 Milliarden Euro) verlor 1,3 Prozent Bruttoumsatz zum Vorjahreszeitraum.

Plus 8,8 Prozent beim Bruttoumsatz im ersten Halbjahr: Außenwerbung hat mittlerweile einen Anteil von 7,5 Prozent am Gesamtwerbemarkt

Außenwerbung und Online konnten sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres hingegen zusätzliche Bruttospendings von mehr als 200 Millionen Euro sichern (OOH +90,8 Millionen Euro, Online +109,5 Millionen Euro). Das ist in etwa die Summe, die Fernsehen und Print im gleichen Zeitraum verloren gehen. Die Umverteilungen der Budgets erreichen damit einen vorläufigen Höhepunkt.

Der Marktanteil von Out-of-Home am Gesamtwerbemarkt steigt somit auf 7,5 Prozent. Beim Fachverband Aussenwerbung (FAW) heißt es deshalb: „Hält der Trend an, steuert die Außenwerbung in Deutschland zum Jahresende auf einen neuen Umsatzrekord von deutlich mehr als zwei Milliarden Euro zu“.

Schon der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) attestierte Out-of-Home einen stabilen Wachstumskurs, der sich nicht nur im Brutto, sondern auch in der Nettobetrachtung manifestiert.

Der FAW interpretiert diesen Erfolg wie folgt: „Neben Online/Mobile als größtem Netto- wie Bruttogewinner profiliert sich Out-of-Home nachhaltig als das einzige der traditionellen Medien, das aus dem tiefgreifenden Umbruch der Medienlandschaft gestärkt hervorgeht.“

Wir halten Sie auf diesem Blog über die weitere Entwicklung des Gesamtwerbemarkts sowie die Performance der Außenwerbung auf dem Laufenden.

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